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05.05.2026
07:30 Uhr
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Nach dem Vinyl-Revival erleben auch Audiokassetten eine Wiedergeburt. Wir klären, was es beim Kauf eines Kassettenspielers zu beachten gibt.

Die eigentlich schon totgeglaubte Musikkassette sorgt seit einigen Jahren erneut für Nostalgiegefühle. Das warme Klackern beim Einlegen, die rotierenden Spulen und der Reiz des unvollkommenen Lo-Fi-Klangs wecken bei Künstlern und Musikliebhabern die Neugier. Von Taylor Swift bis hin zu Indie-Interpreten auf Bandcamp veröffentlichen immer mehr Künstler ihre Alben auch auf Kassette. Einzelne Releases entwickeln sich auf Auktionsplattformen zu begehrten Sammlerstücken. In Zeiten von Musikstreaming und stetiger Verfügbarkeit sehnen sich vor allem junge Hörer nach einem bewussteren Musikkonsum.
Doch wer heute dem Charme von Taylor Swift oder Indie-Labels auf Bandcamp verfällt, tappt schnell in eine teure Nostalgie-Falle. Das Bandrauschen, eine reparaturanfällige Mechanik, ein begrenztes Frequenzspektrum und „Bandsalat” sorgten schon früher regelmäßig für Frust. Beim Kauf eines Kassettendecks oder eines tragbaren Geräts gibt es daher einiges zu beachten. Ergibt es überhaupt Sinn, sich ein neues Gerät zuzulegen, das laut Zeitzeugen viel schlechter klingt als Modelle aus der Hochzeit in den späten Achtzigern? Oder ist eine neue Maschine die bessere Wahl, weil sie viele Jahre ohne Reparaturen auskommt?
Wir haben getestet, wie sich das moderne Tapedeck „Teac W-890 R MK II” im Vergleich zum alten Yamaha KX-690 sowie zu den neuen Mobilgeräten Fiio CP 13 und Klim K10 schlägt. Dabei hat sich eines der Geräte als Totalausfall erwiesen: Es eignet sich allenfalls zum Kassettenspulen oder zur Erzeugung zitternder Gruselstimmen. In unserem Artikel erklären wir, wie sich Audiokassetten am besten mit alten und neuen Modellen abspielen oder digitalisieren lassen. Zusätzlich klären wir, wie man die Geräte richtig pflegt und einstellt, wie sich ein dumpfer Ton vermeiden lässt und welche Leerkassetten es noch gibt.